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Großes Projekt zur Umwandlung von Nadelbaumplantagen in abwechslungsreiche Wälder
Dänemark will Wälder mehr durch den natürlichen Samenfall verjüngen

Mit einem EU-Großprojekt im Wert von fast 100 Mio. DKK werden Umweltministerin Lea Wermelin und eine Reihe von Partnern die Umwandlung einheitlicher Nadelbaumplantagen in verschiedene Wälder beschleunigen. Ziel ist es, die Wälder widerstandsfähiger gegen den Klimawandel, eine abwechslungsreichere und zukunftssichere Produktion von nachhaltigem Holz zu machen.

Die meisten Wälder in Dänemark wurden in den letzten 200 Jahren gepflanzt. Ein großer Teil der Wälder sind Nadelplantagen, auf denen Baumarten wie Sitka-Tanne und Rottanne in langen Reihen stehen. Diese Art von Wald ist anfällig für Stürme und Insektenbefall, die infolge des Klimawandels immer mehr werden. Gleichzeitig enthalten sie nicht viele Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen.

Aus diesem Grund starten das Ministerium für Umwelt und Ernährung und eine Reihe von Partnern jetzt mit Unterstützung des EU-Programms LIFE ein Großprojekt zur Beschleunigung der Umwandlung von Nadelholzplantagen in vielfältigere und robustere Wälder, in denen noch nachhaltiges Holz produziert wird.

- Wir befinden uns in einer Klima- und Naturkrise, und unsere Wälder sind Teil der Lösung beider. Deshalb brauchen wir mehr unberührten Wald, wo alte Bäume seltenen und gefährdeten Tieren und Pflanzen zugute kommen dürfen. Gleichzeitig müssen wir unsere anderen Wälder zukunftssicher machen, damit sie vielfältiger und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel werden. Die Generationen nach uns werden auch Wälder brauchen, die sowohl CO2 binden als auch nachhaltiges Holz liefern können, aber gleichzeitig Raum für eine bessere Artenvielfalt und gute Möglichkeiten für den Anbau von Leben im Freien bieten können, sagt Umweltministerin Lea Wermelin.

Erfahrungen sollen verteilt werden
Im Rahmen des Projekts wird die Umwandlung von 3.800 Hektar Staatswald und 400 Hektar Privatwald in abwechslungsreichere und klimaresistentere Wälder in rund 80 Wäldern weiter beschleunigt. Besonderes Augenmerk wird auf staatliche Flächen gelegt, um mehr einheimische Laubbäume einzuführen.

Gleichzeitig müssen sich Wälder mehr durch den natürlichen Samenfall verjüngen, anstatt Bäume zu pflanzen. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit der Universität Kopenhagen Daten gesammelt, um die Auswirkungen der natürlichen Waldbewirtschaftung zu beleuchten, und die Erfahrungen müssen auf andere Wälder im In- und Ausland verteilt werden. - (EN) Ich freue mich, dass eine große Anzahl öffentlicher und privater Wälder jetzt die Umwandlung von Nadelbaumplantagen in robustere und vielfältigere Wälder beschleunigt. Gleichzeitig sammeln wir diese Erfahrungen durch die Zusammenarbeit mit internationalen und dänischen Forschungsumgebungen. Zu Hause haben wir bereits umfangreiche Erfahrungen in der Neuausrichtung der dänischen Staatswälder, und dieses Wissen müssen wir auch zu Hause und in der übrigen EU verbreitet haben, sagt Lea Wermelin.

Das achtjährige Projekt wird die Arbeit der dänischen Naturschutzbehörde im Bereich der natürlichen Forstwirtschaft unterstützen, die 2005 in den Wäldern des Staates eingeführt wurde, um die Wälder vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu schützen und gleichzeitig die Berücksichtigung der biologischen Vielfalt und des Lebens im Freien zu erhöhen. Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 98 Mio. DKK, von denen das LIFE-Programm der EU 54 Mio. DKK beisteuert.

Neben der dänischen Naturschutzagentur beteiligen sich 21 Partner an dem Projekt. Dabei handelt es sich um 14 private dänische Waldbesitzer, den Landesforst Schleswig-Holstein, private Forstberater wie die Forstwirte, die Salten Langsa Skovadministration und die Hededanmark sowie die Universität Kopenhagen, die Umweltschutzbehörde und den Dänischen Waldverband.

Die Wälder des Staates machen fast 20 Prozent der dänischen Waldfläche aus. Die Regierung, die Radikale Linke, die Einheitsliste, die Sozialistische Volkspartei und die Alternative haben beschlossen, mindestens 6.000 Hektar neuen unberührten Waldes zu haben, damit mindestens 22.200 Hektar unberührter Staatswald zusammengelegt werden. Darüber hinaus werden rund 80.000 Hektar Staatswald nach den Prinzipien der natürlichen Waldbewirtschaftung bewirtschaftet.

Hier liegen die Wälder, die in das Projekt
einbezogen sind (Die Karte wurde korrigiert, seit die Nachricht veröffentlicht wurde. In der ursprünglichen Version der Karte grindsted Plantation befand sich in Nordjütland. Die Lage war falsch. Grindsted Plantation hat sich auf der neuen Version an die richtige Position nördlich von Grindsted bewegt.)

Fakten: LIFE Forest Fit For Future (FORFIT)
Das Projekt LIFE Forest Fit For Future (FORFIT) zielt darauf ab, Nadelplantagen in rund 80 dänischen und deutschen Wäldern in abwechslungsreichen Wald zu verwandeln. Die meisten Wälder sind dänische Staatswälder.

Das Projekt verfügt über ein Budget von 98,3 Mio. DKK für die Jahre 2020-2028. Das Projekt wird vom Staat, privaten Mitteln, AGE V. JENSEN NATURE FUND und EU LIFE-Mitteln finanziert.

Neben der dänischen Naturschutzagentur sind 21 Partner an dem Projekt beteiligt. Dabei handelt es sich um 14 private Waldbesitzer, die Schleswig-Holsteinische Staatsforsten, die privaten Forstberater: Forstwirte, Forstverwaltung Salten Langsa und Hededanmark sowie die Universität Kopenhagen, die Umweltschutzbehörde und den Dänischen Waldverband.

erschienen am: 2020-09-14 im europaticker



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