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In der neuen Kooperationsvereinbarung wurden die Leitgedanken der bundesweiten
Sport- und Wald-Verbände aufgenommen
Sachsenforst und Landessportbund Sachsen bauen Zusammenarbeit aus

Sport ist gesund. An der frischen Luft umso mehr. Und im Wald erst recht. Damit Sport im Wald im Einklang mit anderen Waldnutzern und Waldfunktionen steht, arbeiten Sachsenforst und der Landessportbund Sachsen seit vielen Jahren eng zusammen. Heute (15. September 2020) unterzeichneten beide Seiten eine neue, langfristige Kooperationsvereinbarung zur Durchführung organisierter Sportveranstaltungen im Staatswald im Beisein von Forstminister Wolfram Günther.

Wolfram Günther: »Ich freue mich, dass Landessportbund und Sachsenforst ihre gute und bewährte Zusammenarbeit fortsetzen. Die Zahl der Menschen, die sich in den Wäldern sportlich betätigt, hat in den letzten Jahren zugenommen. Corona hat diesen Trend verstärkt. Der Wald ist für die sächsischen Bürgerinnen und Bürger Erholungsort Nummer eins. Jeder und jede kann ihn jederzeit kostenlos nutzen. Gerade Sport im Wald, an der frischen Luft trägt zur Gesundheit bei. Umgekehrt brauchen die Sporttreibenden einen gesunden Wald. Das führt mitunter zu Interessenkonflikten mit anderen Waldbesuchern und -nutzern. Die Vereinbarung zwischen Landessportbund und Sachsenforst ist eine solide Basis, um potenzielle Konflikte im Vorhinein zu lösen. Auch für private und körperschaftliche Waldbesitzer kann die heute unterzeichnete Vereinbarung ein Muster sein. Denn angesichts der verheerenden Waldschäden und der enormen Belastungen für Waldbesitzer und Forstleute ist es gut, wenn sie Partner an ihrer Seite wissen.«

Utz Hempfling (Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst) und Ulrich Franzen (Präsident des Landessportbundes Sachsen) schlossen die neue Kooperationsvereinbarung mit ihren Unterschriften auf unbefristete Zeit. Eine Evaluierung aller zwei Jahre soll notwendige Anpassungen erlauben. Neu aufgenommen wurde eine Liste naturverträglicher Sportveranstaltungen im Wald, die das Antragsverfahren bei den Forstbezirken und Schutzgebietsverwaltungen weiter vereinfachen soll und auch zur finanziellen Entlastung der Sportvereine beiträgt. Beide Partner wollen den Informationsaustauch über die Themen Wald und Forstwirtschaft für die im Landessportbund organisierten Sportvereine weiter ausbauen und pflegen.

In der neuen Kooperationsvereinbarung wurden die Leitgedanken der bundesweiten Sport- und Wald-Verbände aufgenommen. Eine Zusammenarbeit wurde auch in den folgenden Bereichen vereinbart

Ulrich Franzen lobt die jahrelange, sehr gute Zusammenarbeit mit Sachsenforst: »Mit dieser Vereinbarung wird die gemeinsame Kooperation auf eine neue Stufe gestellt werden. Unsere sächsischen Vereine erhalten damit zum einen Sicherheit in Bezug auf die Durchführung des möglichen Sports im Wald und zum anderen eine Anlaufstelle für die Durchführung von Sportveranstaltungen im Staatswald. Immerhin finden ca. 500 sportliche Veranstaltungen und zahlreiche Trainings durch Vereine in sächsischen Wäldern statt. Gerade in Zeiten der Klimaveränderung und von Borkenkäferplagen wollen wir uns natürlich sowohl nachhaltig aktiv an der Erhaltung des Waldes und seiner Biodiversität beteiligen als auch zum Schutz unserer Umwelt beitragen.«

Utz Hempfling: »Wir unterstützen den Sport im Wald aktiv. Sport im Wald kann eine besondere Verbindung mit Natur und Landschaft schaffen. Insbesondere junge Menschen können so den besonderen Wert des Waldes und seine Schutzbedürftigkeit erfahren.« Hempfling betont aber auch: »Die Sachsen schätzen den Wald und nutzen ihn vielfältig – nicht nur für Sport.« Neben der Erholung ist der Wald in Sachsen als Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, als klimafreundlicher Rohstofflieferant und Garant wichtiger Schutzfunktionen wie dem Hochwasser- und Erosionsschutz ein wahres Multitalent. »Wir müssen die un-terschiedlichen Anforderungen an den Wald für ein rücksichtsvolles Miteinander in Einklang bringen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund ein wichtiger Baustein.«

Hintergrund

Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Sachsenforst und der Landessportbund arbeiten seit 2008 auf Basis einer Kooperationsvereinbarung zusammen. Mit der heutigen Unterzeichnung wurde die fünfte Rahmenvereinbarung geschlossen. Jährlich finden rund 400 bis 500 angemeldete Sportveranstaltungen im Staatswald statt. Ein hoher Anteil davon sind Lauf- und Wanderveranstaltungen.

Sachsenforst ist mit einer Fläche von rund 205.000 Hektar Staatswald der größte Flächenbewirtschafter im Freistaat Sachsen. Sachsenforst fördert die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen der landeseigenen Wälder im Rahmen einer integrativen, naturgemäßen Bewirtschaftung. Waldbesitzer in Sachsen können sich durch die Revierleiter von Sachsenforst zu allen Fragen einer naturgemäßen Waldbewirtschaftung und -nutzung kostenlos beraten lassen.

Der Landessportbund ist als »Haus des Sports« die Dachorganisation für die Kreis- und Stadtsportbünde, Landesfachverbände und Sportvereine in Sachsen. Er vertritt ca. 675.000 Mitglieder in rund 4.500 Vereinen. Der Landessportbund engagiert sich für die Entwicklung der Grundlagen des Sports und dessen Rahmenbedingungen und tritt für einen umweltverträglichen Sport ein.

erschienen am: 2020-09-15 im europaticker



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