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Im Vergleich zu den Sturmfluten im Januar 2017 und 2019 wurden deutlich geringere Wasserstände registriert
Küstenschutzanlagen haben die erste Bewährungsprobe der Sturmflutsaison 20/21 bestanden

Bei Sturm aus Nordost kam es am Mittwoch zur ersten Sturmflut der Wintersaison 2020/21. Der Scheitel der Sturmflut trat am Abend ein.
Direkt nach der Sturmflut am 14./15.10.2020 haben die für den Küstenschutz zuständigen Ämter mit der Aufnahme des Zustandes der Küstenschutzanlagen des Landes begonnen.

„Nach erster Einschätzung sind die Küstenschutzanlagen in einem guten Zustand. Zu akuten Problemen ist es nirgendwo gekommen. An den nach Nordosten ausgerichteten Dünen auf Rügen und auf Usedom, die starker Wellenbelastung ausgesetzt waren, sind aber zum Teil erhebliche Sedimentumlagerungen von den Dünen in den Strand und Vorstrandbereich zu verzeichnen, die zu Dünenrückgängen von mehreren Metern geführt haben“ sagte Minister Dr. Backhaus nach Rücksprache mit seinen Fachbehörden.

Diese Dünenrückgänge stellen aber keine Schäden dar. Die Materialumlagerung bei Sturmfluten ist Teil des Wirkprinzip der Dünen. Diese besitzen einen sogenannten Verschleißteil, dessen Funktion darin besteht, die Sedimentverluste des alltäglichen küstenparallelen Sedimenttransport zu kompensieren.  
           
Mit Blick auf die gerade erst begonnene Sturmflutsaison machte der Minister deutlich, dass die Küstenschutzanlagen auch weitere Sturmfluten sicher kehren können. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die vor wenigen Monaten abgeschlossenen Sandaufspülungen.

„Gerade in diesem Jahr haben wir den Küstenschutz zwischen Graal-Müritz und Wustrow mit mehreren Aufspülungen deutlich gestärkt. Allein für diese Maßnahmen wurden insgesamt 740.000 m³ Sand aufgespült und 5,3 Mio. € aus Bundes- und Landesmitteln investiert. Diese Maßnahmen kommen uns nun zugute. Auch diese Sturmflut unterstreicht erneut, dass es ständiger Anstrengungen bedarf, um die Sicherheit an den Küsten zu gewährleisten. Küstenschutz ist und bleibt eine Daueraufgabe.“

Im Vergleich zu den Sturmfluten im Januar 2017 und 2019 wurden deutlich geringere Wasserstände registriert. Bis auf die Küstenabschnitte um Wismar und Greifswald erreichten sie nur die Werte einer leichten Sturmflut.  Erst bei Wasserständen ab 1,25m über dem mittleren Wasserspiegel handelt es sich um eine mittlere und ab einem Wasserstand von 1,50m über dem mittleren Wasserspiegel um eine schwere Sturmflut. Das statistische Wiederkehrintervall der aktuellen Sturmflut liegt unter 5 Jahren. Es handelt sich daher um ein Ereignis mit dem fast jährlich gerechnet werden muss.

erschienen am: 2020-10-15 im europaticker



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