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NLWKN optimiert mit EU-LIFE-Projekt fünf Dünenstandorte an Hase und Ems
Sicherung von Huteweiden und Sanddünen im Emsland

Entlang von Hase und Ems befinden sich im Emsland alte Huteweiden und wertvolle Sandmagerrasen. Diese Lebensräume gelten allerdings durch Verbuschung und weiteren ungünstigen Faktoren inzwischen als „entwertet", also nicht mehr als wertvoller Lebensraum. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Integrierten LIFE-Projektes „Atlantische Sandlandschaften" sollen daher verschiedene Flächen in den FFH-Gebieten „Untere Haseniederung" und „Ems" optimiert werden. In Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland wird der  Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den Erhaltungszustand der verschiedenen Sand- und Dünenlebensraumtypen verbessern und sichern.

Die wertvollen Sandmagerrasen entlang der Hase und der Ems sind Heimat zahlreicher gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Großflächige alte und strukturreiche Huteweiden werden dort bereits seit Jahrzehnten mit Rindern oder Schafen beweidet, um die offenen Bereiche zu erhalten. Ab Februar 2020 werden in verschiedenen Gebieten Maßnahmen durchgeführt, um mit Büschen zugewachsene Bereiche wieder freizustellen und offene Gebiete zu schaffen.

Auf den Huteweiden in der Nähe der Ortschaft Groß Dörgen (Haselünne) wurden beispielsweise von den dort seit Jahrzehnten weidenden Rindern überständige Gräser nur unzureichend abgefressen, sodass sich auf einigen Teilflächen das unerwünschte Jakobskreuzkraut ausbreiten konnte. Hier soll auf einer Fläche von etwa zwei Hektar ein 1,7 Kilometer langer Weidezaun neu errichtet werden, um die wertvollen Mager- und Sandtrockenrasen zu erhalten.

Die drei Gebiete „Goldfischinsel", „Borsumer Spiek" und „Leher Spiek" gehören zum FFH-Gebiet „Ems". Alle drei sind wertvolle Sandmagerrasenbiotope, die seit Jahren extensiv beweidet werden. Auch hier werden durch eine zunehmende Verbuschung schützenswerte Lebensraumtypen verdrängt. Im Rahmen des Projekts werden daher aufkommende Gehölze entfernt und neue Zäune für die Beweidung gebaut.

Im Naturschutzgebiet Meppener Kuhweide, das südlich der Stadt Meppen direkt an der Ems gelegen ist, finden sich ebenfalls großflächige alte Huteweiden mit differenzierten Strukturen. Auch hier sollen weite Magerrasen-Flächen freigestellt und aufgewertet werden und eine künftige Beweidung mit Schafen und Ziegen den Lebensraumtyp sichern.

erschienen am: 2020-02-11 im europaticker



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