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Flugreisende können künftig vor Landung in EU-Ländern gefragt werden, ob sie in
Corona-Infektionsgebieten waren
EU-Gesundheitsminister koordinieren sich zur Eindämmung des Coronavirus in Europa

Die EU-Gesundheitsminister sowie die EU-Kommissare Lenarčič und Kyriakides haben sich heute (Donnerstag) bei einem Sondertreffen des Rates zu einer verstärkten Koordination bekannt, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus COVID-19 in Europa einzudämmen. Die EU-Mitgliedstaaten werden sich eng an den Empfehlungen der WHO halten und China bei der Bekämpfung des Virus weiter unterstützen. „Die EU-Mitgliedstaaten haben im Wesentlichen gut aufgestellte Gesundheitssysteme und sind in der Lage auf Fälle von COVID-19 zu reagieren. Nichtsdestotrotz ist Wachsamkeit geboten, falls sich die Lage verschlechtert“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides im Anschluss an die Ratssitzung.

„Da Viren keine Grenzen kennen, war die heutige Sitz besonders wichtig, um eine enge Koordinierung in der EU zu gewährleisten“, so Kyriakides weiter.

In den Schlussfolgerungen des Rates heißt es, dass die EU-Mitgliedstaaten weiterhin entschlossen handeln werden, um den Ausbruch des Virus in Europa zu verhindern. Dafür spielt die Isolierung von betroffenen Patienten und die Rückverfolgung von Kontaktpersonen eine entscheidende Rolle. Zudem müssen Labors und Krankenhäuser auf eine mögliche Verschlechterung der Situation vorbereitet sein. Derzeit werden die Bestände – insbesondere von persönlicher Schutzkleidung – geprüft. Die Kommissarin für Gesundheit gab bekannt, dass die Kommission bereit sei eine gemeinsame Beschaffung aufzulegen, um die Mitgliedstaaten zu unterstützen.

Flugreisende können künftig vor Landung in EU-Ländern gefragt werden, ob sie in Corona-Infektionsgebieten waren oder Kontakt mit Infizierten hatten. Das ist ein Beschluss des außerordentlichen Gesundheitsministerrats, der auch auf besonderen Wunsch von Deutschland einberufen wurde. Außerdem forderten die Gesundheitsminister die EU-Kommission auf, die WHO beim Kampf gegen das Virus finanziell zu unterstützen und innerhalb von 6 Monaten Maßnahmen gegen etwaige Lieferengpässe bei Arzneimitteln zu entwickeln.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: “ Es ist ein gutes Zeichen, dass diese Beschlüsse einstimmig gefasst wurden. Dieser EU-Gesundheitsministerrat ist ein wichtiger Schritt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass aus einer regional begrenzten Epidemie eine weltweite Pandemie wird.

Der von China ausgehende Ausbruch des Coronavirus hat inzwischen weltweite Auswirkungen. Der Schwerpunkt der Erkrankungen liegt zwar weiterhin in China, es sind aber mittlerweile zahlreiche Fälle in vielen Ländern der Welt aufgetreten, u.a. in Deutschland und anderen EU-Ländern. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung schätzt das Robert Koch-Institut aktuell weiterhin als gering ein. Zum jetzigen Zeitpunkt sind 16 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert, die alle isoliert wurden und in Behandlung sind. Die deutschen Rückkehrer, die aus Hubei ausgeflogen wurden, werden nach wie vor in zentraler Unterbringung in Germersheim bzw. Berlin Köpenick versorgt.

Bezüglich möglicher Engpässe bei der Versorgung mit Arzneimitteln sagte Kyriakides: „Die Europäische Arzneimittelagentur hat sich damit bereits befasst und bisher sind keine Engpässe gemeldet worden. Netzwerke für eine schnelle Reaktion sind jedoch bereits geschaffen worden und die Europäischen Gesundheitsbehörden überwachen die Bestände engmaschig.“

erschienen am: 2020-02-13 im europaticker



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