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Auf einem Teilabschnitt der A 12 Inntal Autobahn ist der Transport bestimmter Güter mit Schwerfahrzeugen verboten
Verkehrslage Brenner: Kommissarin Vălean auf der Suche nach Lösungen

Freitag (14.02.2020) reist die für Verkehr zuständige Kommissarin Adina-Ioana Vălean zum Brennerkorridor zwischen München (DE) und Verona (IT). Der Brenner ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Transitstrecken Europas zwischen Deutschland, Österreich und Italien über die Alpen. Die Regionen entlang des Korridors stehen vor großen Herausforderungen in Bezug auf die Luftqualität und die Verkehrsüberlastung.

Die Belastung durch Luftschadstoffe wird in Tirol ständig gemessen. Dabei werden insbesondere im Bereich der A 12 Inntal Autobahn seit Jahren Grenzwertüberschreitungen beim Luftschadstoff Stickstoffdioxid (NO2) festgestellt. Im Bereich der A 13 Brenner Autobahn konnte der Grenzwert im Jahr 2018 erstmals knapp eingehalten werden. Die Untersuchungen haben ergeben, dass Ursache für diese Überschreitungen größtenteils der Autobahnverkehr ist. Im Jahr 2012 haben der Schwere Güterverkehr und der Pkw-Verkehr jeweils knapp 40 % zu den verkehrsbedingten NOx-Emissionen an der hauptbelasteten Messstelle Vomp/Raststätte A 12 beigetragen. 2018 liegt der Beitrag des Schwerverkehrs an den verkehrsbedingten NOx-Emissionen bei ca. 35 %.

Auf einem Teilabschnitt der A 12 Inntal Autobahn ist der Transport bestimmter Güter mit Schwerfahrzeugen verboten (Sektorales Fahrverbot). Neben den acht bereits bisher verbotenen Gütergruppen wie etwa Abfälle, Aushub, oder Rundholz dürfen ab 1. Jänner 2020 auch Papier und Pappe, flüssige Mineralölerzeugnisse, Zement, Kalk und gebrannter Gips, Rohre und Hohlprofile sowie Getreide nicht mehr mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen auf der A 12 Inntalautobahn zwischen Kufstein/Langkampfen und Ampass transportiert werden. Damit werden insgesamt dreizehn Gütergruppen vom verschärften Sektoralen Fahrverbot erfasst. Die bisherige generelle Ausnahme für Lkw der Euroklasse VI wird auf die neuesten Fahrzeuge der Euroklasse VI eingeschränkt.

Ausnahme für Fahrten mit Kraftfahrzeugen, die in einer festgelegten Kernzone be- oder entladen werden (Quelle oder Ziel in der Kernzone), sowie Fahrten mit Kraftfahrzeugen, die in einer erweiterten Zone be- und entladen werden. Bis zum 31. Dezember 2020 umfasst die erweiterte Zone zudem die österreichischen politischen Bezirke Bludenz und Feldkirch, den Schweizer Kanton Graubünden und das Fürstentum Liechtenstein. Fahrten innerhalb der erweiterten Zone (Quelle und Ziel in der erweiterten Zone), die ihren Ausgangs- oder Zielpunkt in einem dieser politischen Bezirke (z.B. von Bludenz nach Zell am See) bzw. in einem dieser ausländischen Verwaltungsgebiete (z.B. von Graubünden oder von Liechtenstein nach Kitzbühel) haben, sind dann vom Sektoralen Fahrverbot ausgenommen, wenn dafür Kraftfahrzeuge der Euroklasse VI verwendet werden und die Euroklasse wiederum durch eine entsprechende Kennzeichnung des Fahrzeuges nach der IG-L – Abgasklassen-Kennzeichnungsverordnung nachgewiesen ist. Für diese Fahrten gelten also strengere Euroklassenvorgaben.

Der Besuch von Kommissar Vălean ist Teil der laufenden Bemühungen der Kommission, durch Zusammenarbeit mit den betroffenen Mitgliedstaaten Lösungen zu finden. Die Kommissarin reist zunächst nach Innsbruck (AT), wo sie mit Leonore Gewessler, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Österreichs, zusammentreffen wird. Günther Platter, Landeshauptmann von Tirol; und Ingrid Felipe, Vizegouverneurin von Tirol. Nach ihrem Treffen wird Kommissar Vălean zusammen mit Minister Gewessler und Gouverneur Platter um 9:30 Uhr einen gemeinsamen Pressetermin abhalten.

Dann, immer noch in Österreich, wird die Kommissarin ihre Mission fortsetzen und die Baustelle des Brennerbasistunnels und das RoLa-Terminal Brennersee besuchen. Später am Tag wird die Kommissarin ihren Besuch in Fortezza fortsetzen, wo sie die Baustelle der Unterführung des Flusses Isarco besuchen und Paola De Micheli, Ministerin für Infrastruktur und Verkehr Italiens, und Arno Kompatscher, Gouverneur von Südtirol, treffen wird.

Anschließend wird Kommissarin Vălean zusammen mit Minister De Micheli und Gouverneur Kompatscher gegen 13:00 Uhr einen weiteren Pressepunkt halten, bevor sie weiter nach München reist, wo sie schließlich den deutschen Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, treffen wird.

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erschienen am: 2020-02-13 im europaticker



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