europaticker:
Der Metallkonzern ist schwach in sein erstes Geschäftsquartal gestartet - Weitere Entwicklung bleibt abzuwarten,
auch im Hinblick auf die derzeit nicht zu prognostizierenden Auswirkungen des Corona-Virus
AURUBIS: Stillstand in Hamburg belastet Ergebnis mit 34 Mio. €

Der Aurubis-Konzern hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 ein operatives Ergebnis (EBT) von 31 Mio. € (Vj. 40 Mio. €) erwirtschaftet. Wesentlich beeinflusst war das EBT durch einen geplanten Wartungsstillstand im Werk Hamburg, den das Unternehmen im Oktober und November des letzten Jahres durchführte. „Den Wartungsstillstand in Hamburg haben wir erfolgreich im vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen umgesetzt. Alle geplanten Investitionen und Maßnahmen wurden durchgeführt. Somit gehen wir von einer deutlich verbesserten Anlagenverfügbarkeit und einem höheren Konzentratdurchsatz aus“, zieht Roland Harings, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, ein positives Fazit. Die Maßnahme wirkte sich auf das Ergebnis des ersten Quartals mit rund 34 Mio. € aus. Das erste Quartal des Vorjahres war durch ungeplante Stillstände ebenfalls mit rund 25 Mio. € belastet.Das Ergebnis liegt auf dem Niveau der Erwartungen des Kapitalmarktes.

Auf das aktuelle Quartalsergebnis wirkten zudem niedrigere Schwefelsäureerlöse, da wegen des Stillstandes weniger produziert werden konnte. Auch die deutlich schwächere Nachfrage nach Strangguss- und Flachwalzprodukten drückte auf das Ergebnis.

Positive Effekte gab es im ersten Quartal einerseits aus einem höheren Metallmehrausbringen bei gestiegenen Edelmetallpreisen und andererseits durch deutlich höhere Raffinierlöhne für Altkupfer.

Aurubis erzielte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 2.709 Mio. € (Vj. 2.614 Mio. €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gestiegene Edelmetallpreise zurückzuführen. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten vier Quartale) sank von 11,3 % im Vorjahresquartal auf 7,6 %. Ursache hierfür sind die rückläufigen Ergebnisse im Zeitraum der vergangenen vier Quartale. Der Netto-Cashflow zum Ende des ersten Geschäftsjahresquartals verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich auf -93 Mio. € (Vj. -308 Mio. €). In den ersten drei Monaten des vorangegangenen Geschäftsjahres war der Netto-Cashflow durch die Vorbereitung auf die geplanten Stillstände 2018/19 und durch Effekte aus ungeplanten Stillständen beeinflusst.

Auf Basis IFRS erreichte Aurubis ein EBT aus fortgeführten Aktivitäten von 93 Mio. € (Vj. 12 Mio. €).*

 Ausblick: Das Marktumfeld für Aurubis ist weiter herausfordernd. Generell bleibt die konjunkturelle Entwicklung abzuwarten, auch im Hinblick auf die derzeit nicht zu prognostizierenden Auswirkungen des Corona-Virus.

Vor allem die Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate werden nach Einschätzung des Unternehmens angesichts des aktuellen Benchmarks von 62 US$/t (6,2 cts/lb) deutlich unter dem Vorjahr bleiben, wobei das Unternehmen zuversichtlich ist, eine gute Versorgung mit Kupferkonzentraten herzustellen. Die Schmelzlöhne für Altkupfer hingegen sieht Aurubis auf anhaltend gutem Niveau bei einer gleichzeitig guten Versorgungslage.

Neben dem bereits in Hamburg durchgeführten geplanten Stillstand sind zwei weitere, gesetzlich geplante Stillstände im April und September am Standort Lünen vorgesehen. Diese werden nach aktuellen Planungen das Ergebnis mit rund 11 Mio. € belasten.

Beim Absatz von Kupferhalbzeugen geht Aurubis insgesamt von einer stabilen Nachfrage aus, die allerdings im Bereich der Kupferstranggussformate auf recht niedrigem Niveau ist. Für das Kalenderjahr 2020 hat Aurubis die Kupferprämie auf 96 US$/t festgesetzt und bleibt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Das Unternehmen erwartet, diese Prämie über seine Produkte größtenteils durchsetzen zu können.

Der grundsätzlich schwer zu prognostizierende Absatz von Schwefelsäure zeigt für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 eine stabile Nachfrage bei konstanten Preisen.

Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr bleiben unverändert, wie Roland Harings erklärt: „Unsere Prognose für das Geschäftsjahr können wir – auch bei derzeit herausfordernden Bedingungen auf unseren Märkten – bestätigen.“

erschienen am: 2020-02-13 im europaticker



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