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Technische Abbiegeassistenzsysteme sorgen dafür, dass der Lkw-Fahrer auf Personen im
so genannten toten Winkel rechtzeitig aufmerksam wird
„Aktion Abbiegeassistent“: Hamburg wird als erstes Bundesland Sicherheitspartner

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer unterzeichnen Vereinbarung in Berlin. Hamburg unterstreicht seinen Entschluss, den gesamten städtischen Fuhrpark nachzurüsten und künftig nur noch Neufahrzeuge mit Abbiegeassistenten anzuschaffen.

Hamburg ist Vorreiter bei der Einführung von Abbiegeassistenzsystemen bei Nutzfahrzeugen. Nach der Ankündigung des Hamburger Senats, ab Januar die gesamte städtische Lkw-Flotte umzurüsten, unterzeichnete Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher am Donnerstag bei seinem Besuch in Berlin eine Vereinbarung, mit der Hamburg als erstes Bundesland Sicherheitspartner der „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird. Hamburg verpflichtet sich demnach, noch vor dem verbindlichen Einführungsdatum auf EU-Ebene seinen Fuhrpark mit Abbiegeassistenten nachzurüsten.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher: „Abbiegeassistenzsysteme können Leben retten. Die Sicherheitspartnerschaft unterstreicht unser gemeinsames Anliegen, diese Systeme so schnell wie möglich in der Praxis einzusetzen. Wir gehen in Hamburg gerne mit gutem Beispiel voran und statten die städtischen Fahrzeuge mit dieser lebensrettenden Sicherheitstechnik aus.“

Bundesminister Andreas Scheuer: „Unsere ,Aktion Abbiegeassistent‘ ist ein voller Erfolg: Hamburg ist jetzt unser 116. Sicherheitspartner und damit das erste Bundesland, das als Vorbild vorangeht! Hamburg wird den gesamten städtischen Fuhrpark nachrüsten und künftig nur noch Neufahrzeuge mit Abbiegeassistenten anschaffen. Ich hoffe, dass weitere Länder folgen. Denn wir haben eine gemeinsame Verantwortung: Abbiegeassistenten retten Leben!“

Technische Abbiegeassistenzsysteme sorgen dafür, dass der Lkw-Fahrer auf Personen im so genannten toten Winkel rechtzeitig aufmerksam wird. Auf Bundesebene schöpft Deutschland alle nationalen Möglichkeiten aus, um den Einbau dieser Geräte zu beschleunigen, den die EU ab 2022 für alle neuen Fahrzeugtypen und ab 2024 für alle Neufahrzeuge vorschreiben will. Denn trotz eines umfassenden Bündels an Präventionsmaßnahmen führen Abbiege-Unfälle zwischen Lkw und Fußgängern oder Radfahrern häufig zu tödlichen Verletzungen.

Als bundesweit erste Großstadt hatte Hamburg deshalb im vergangenen Frühjahr einen groß angelegten Praxistest gestartet und anschließend den flächendeckenden Einbau von Abbiegeassistenzsystemen bei allen schweren Nutzfahrzeugen von Hamburgs Behörden und öffentlichen Unternehmen beschlossen.

Im ersten Schritt werden seit Januar die über 7,5 Tonnen schweren Lkw von Hamburgs Behörden und öffentlichen Unternehmen mit Abbiegeassistenten nachgerüstet. Insgesamt verfügen Stadt und öffentliche Unternehmen derzeit über rund 2.000 Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen, die jetzt sukzessive mit Abbiegeassistenzsystemen ausgerüstet werden. Bei Lkw-Neuanschaffungen sollen künftig verpflichtend nur noch Fahrzeuge mit Abbiegeassistent bestellt werden.

Weitere Informationen zum Thema Abbiegeassistent finden Sie auch auf der Internetseite des BMVI:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Dossier/Abbiegeassistent/topthema-3-abbiegeassistent-faq.html

erschienen am: 2020-02-13 im europaticker



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