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Mehrere Abfallenergieanlagen beschäftigen sich bereits mit der CO2-Abscheidung
Die erste Versuchsanlage ist in Kopenhagen in der ARC in Betrieb
Neuer Bericht: CO2-Abscheidung aus Abfallenergie ist wirtschaftlich und klimaattraktiv

Es ist sowohl technisch machbar, wirtschaftlich attraktiv als auch eine realistische Lösung, um CO2 aus dänischen Abfallenergieanlagen auf dem Weg zur 70-prozentigen CO2-Reduktion zu gewinnen, zeigt ein neuer Bericht. Aber die Steuern, Rahmen und Steuern müssen vorhanden sein, bevor die notwendigen Investitionen getätigt werden, so der dänische Abfallverband.

Es ist sowohl technisch machbar, wirtschaftlich attraktiv als auch eine realistische Lösung, um CO2 aus dänischen Abfallenergieanlagen zu gewinnen und damit dazu beizutragen, dass Dänemark das Ziel einer CO2-Reduktion von 70 % bis 2030 erreicht. Das zeigt ein neuer Berichtvon Ramboll für den Dänischen Abfallverband – Fachverband für Kommunen und kommunale Abfallunternehmen.

Sowohl der Klimarat als auch Concito haben die CO2-Abscheidung in Abfallenergieanlagen als wesentliche Elemente für die Erreichung einer CO2-Reduktion von 70 % identifiziert. Zuletzt hat die Regierung in ihrem Klimaprogramm geschätzt, dass die CO2-Abscheidung bis 2030 4-9 Millionen Tonnen CO2-Reduktion beitragen dürfte.

"Wir müssen Abfall vermeiden und so viel wie möglich sortieren, recyceln und recyceln. Aber bis 2030 werden wir große Mengen an Restmüll haben, der am besten genutzt wird, indem wir in einer Abfallenergieanlage in grüne Fernwärme und Strom umgewandelt werden. Wir müssen Verantwortung übernehmen und diese CO2-Emissionen beseitigen – und zum Glück ist es möglich, wirtschaftlich attraktiv und realistisch", sagt Mikkel Brandrup, Direktor des dänischen Abfallverbandes.

Ramboll schätzt, dass der Preis für den CO2-Fang selbst in Abfallenergieanlagen kurzfristig etwa 345 DKK/Tonne CO2 betragen wird. Hinzu kommt der Preis für Transport und Lagerung, so dass die kurzfristigen Gesamtkosten bei etwa 595-1.160 Kronen pro Tonne CO2 liegen – ein Kostenfaktor, der langfristig weiter gesenkt werden kann.

Attraktiver Preis mit Klimabrille gesehen>

Mehrere Anlagen sind bereits im Gange. Die erste Versuchsanlage ist in Kopenhagen in der ARC im Gange, und in Vestforbrnding sind die Ergebnisse der ersten Analysen auf dem Weg. Auch in AffaldVarme Aarhus und Aalborg werden die Möglichkeiten derzeit erkundet.

"Der Abfallenergiesektor hat die Schuhe geschnürt. Zunächst wollen wir das Fossil einfangen, aber längerfristig können die Abfallenergieanlagen auch CO2 aus den biogenen Abfällen abfangen, die zum Beispiel aus Holzabfällen aus Altküchen, Gartenschuppen oder schmutzigem Karton stammen. Das bedeutet, dass die Anlagen CO2 "absorbieren" und negative Emissionen beisteuern können, die wahrscheinlich notwendig sein werden, um Klimaziele zu erreichen", sagt Mikkel Brandrup.

Der Abfallenergiesektor hat einen Gesamtausstoß von 3,5 Millionen Tonnen CO2, davon stammen etwa 1,4 Millionen Tonnen CO2 aus fossilen Abfällen. Die dänische Abfallgesellschaft schätzt, dass bis 2030 etwa 600.000 Tonnen gefangen werden können.

Schauen Sie sich Steuern, Rahmen und Steuern an

Leider reichen die Steuern und Quoten, die durch CO2 eingespart werden können, nicht aus, um die Kosten zu decken. Obwohl die CO2-Abscheidung mit klimaökonomischen Gläsern attraktiv ist, müssen sowohl Steuern als auch andere Rahmenbedingungen betrachtet werden, glaubt der Verband.

"CO2-Abscheidung macht nur Sinn, wenn es jemanden gibt, der Folgendes akzeptiert. Daher muss die Infrastruktur für den späteren Transport, die Speicherung oder die Wiederherstellung eingerichtet werden. Rambolls Bericht legt nahe, dass es sinnvoll ist, mehrere Anlagen mit derselben Infrastruktur zu verbinden, um Skaleneffekte zu erzielen", sagt Mikkel Brandrup.

Eine mögliche Lösung besteht nach Angaben des dänischen Abfallverbandes darin, dass das staatliche Unternehmen Energinet, das bereits Transportaufgaben im Gas- und Strombereich wahrnimmt, Transportanlagen für CO2 errichtet.

GEUS ist der Ansicht, dass es sowohl Küsten- als auch unterirdisch auf See Lagermöglichkeiten gibt. Das Enddatum für die Ölrückgewinnung in der Nordsee sieht vor, dass das CO2 an den Ort zurückgeführt und in leeren Ölfeldern gelagert wird.

Zusammenarbeit gibt Fahrt auf

Die Visionen sind gut, aber das Tempo muss nach oben gehen, nach der dänischen Abfallgesellschaft

"Wir sind bereit, aber es ist komplex, alles drehen zu lassen. Politische Unterstützung ist vom Folketing und nicht zuletzt vom Dialog über den Rahmen und den Sektor im Allgemeinen erforderlich, bevor Abfallenergieanlagen bis 2030 ernsthaft in die notwendige Vollkapazität investieren können. Der Schlüssel ist Zusammenarbeit, Planung und viel Willen auf allen Seiten. Auf diese Weise kann Dänemark erhebliche CO2-Reduktionen und neue Lösungen haben, die die ganze Welt sucht", sagt Mikkel Brandrup.

erschienen am: 2020-12-27 im europaticker



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