europaticker: Hessen: Umgebungslärm

„Sanierte Klassenzimmer bringen Ruhe in den Unterricht und schonen die Gesundheit“

Kinder brauchen Klassen- und Spielräume, die Lärm schlucken statt ihn zu verstärken. Beim Symposium „Lärm heute“ der Deutschen Gesellschaft für Akustik hat die rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege in Berlin die Bedeutung von Lärmschutz für Gesundheit und Wohlergehen von Kindern betont.

„Schädlicher Lärm muss verhindert werden – soweit er nach dem Stand der Technik vermeidbar ist.“ Moderner Schallschutz helfe hier weiter. Zu viele Räume in Schulen und Kindertagesstätten seien aber noch unsaniert, auch im Hinblick auf Umgebungslärm. Rheinland-Pfalz habe daher im Rahmen des Konjunkturpaketes II den Kommunen die Möglichkeit eröffnet, mit der energetischen Sanierung auch akustische Problemsituationen zu sanieren. Kraege: „Moderne Unterrichtsformen brauchen akustisch ordentlich gestaltete Unterrichtsräume. Lärmstress, Kopfweh, niedriger Lernerfolg und hoher Krankenstand können und wollen wir uns nicht leisten. Technisch ausgereifte Lösungen in Form von Akustikdecken zum Preis von Teppichböden stehen längst zur Verfügung, um akustische Ursachen zu beseitigen.“

Kraege ging auch auf die Umgebungslärmrichtlinie ein. Heute leben etwa 80 Prozent der Lärmbetroffenen in Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern. Die Staatsekretärin appellierte an den Bund, an der vereinbarten Lastenteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden über das Konjunkturpaket II hinaus festzuhalten, um auch hier Lärmschutz zu ermöglichen. Für den Verkehrslärmschutz mahnte sie vernünftige Grenz – und Zielwerte an. Überdies stünden Harmonisierungen europäischer und nationaler Regelungen aus. Um zum Beispiel dem Lärm alter Güterwaggons zu begegnen, müsse das Eisenbahnbundesamt mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet werden, um übliche Standards umsetzen zu können.

(Hessisches Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz)
Quelle/Autor: Europaticker 
erschienen am: 2009-11-27

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