Erste erfreuliche Tendenz: An einer Reihe von Messpunkten ergaben sich im Mai im Vergleich zum April deutliche Rückgänge der PCB-Gesamtbelastung. Allerdings können dafür zwei Gründe ursächlich sein: zum einen die am 20. Mai von der Bezirksregierung verfügte Stilllegung der Firma Envio, zum anderen aber auch veränderte Windverhältnisse – der Wind blies stärker aus nördlichen Richtungen als im Vorjahresschnitt. Darüber hinaus lassen die Messergebnisse weiterhin den Schluss zu, dass es im April und im Mai neben Envio noch weitere PCB-Emissionsquellen im (nördlichen) Hafengebiet gab.
Nach der Stilllegung von Envio am 20. Mai und nach der Anfang Juni angeordneten Reinigung der Betriebsflächen dreier weiterer Firmen im Hafen erwartet die Bezirksregierung durch die Auswertung der Proben für Juni, Juli und August verlässliche Aussagen zur Entwicklung der PCB-Belastung.
Berufsgenossenschaft zieht mitDie Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) in Köln wird die Hilfe für alle Beschäftigten, die durch den PCB-Skandal bei der Firma Envio betroffen sind oder betroffen sein könnten, koordinieren. Gemeinsam mit dem Landesgewerbearzt wird die BG ETEM ein spezielles medizinisches Betreuungs- und Untersuchungsangebot einrichten. Dieses Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Envio-Beschäftigte, sondern auch an Mitarbeiter von Leiharbeitsfirmen sowie an Mitarbeiter von Firmen, die auf dem Envio-Gelände ansässig sind oder waren.
In diesem Zusammenhang rufen die Bezirksregierung Arnsberg und die Stadt Dortmund insbesondere auch alle Arbeitnehmer, die früher bei/für Envio oder bei benachbarten Firmen auf dem Envio-Gelände beschäftigt waren, auf, sich telefonisch bei der BG ETEM zu melden. Ansprechpartnerin ist Gabriela Scheibe, Tel. 0221 / 3778 – 5002.
Die BG ETEM wird auch PCB-Blutuntersuchungen für jene aktuellen oder ehemaligen Beschäftigten organisieren, die bis zum heutigen Tage noch nicht untersucht wurden.
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