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Der KrWG war kein gro?er Wurf - Einstieg in ein Stoffrecht und nachhaltige
St?rkung des Recycling wurde nicht genutzt
DGAW: Entt?uscht mit der Entwicklung der deutschen Abfallwirtschaft

Im Rahmen der TerraTec und enertec in Leipzig fand die erste Vorstandssitzung der Deutschen Gesellschaft f?r Abfallwirtschaft DGAW e.V. im Jahr 2013 statt. Hoch zufrieden nahm der Vorstand den Bericht des Pr?sidenten Dipl.-Ing. Thomas Obermeier ?ber die Vereinsentwicklung auf. Mit 22 Mitgliedern mehr als 2012 startet die DGAW, die nun 376 Mitglieder vertritt, in das neue Gesch?ftsjahr. ?ber 30 Regionalveranstaltungen und Arbeitskreistreffen, 2 Netzwerktreffen ?Frauen in der Abfallwirtschaft?, 11 Pressemitteilungen, Ver?ffentlichungen und Stellungnahmen, ein erfolgreicher Messeauftritt auf der IFAT und der Wissenschaftskongress in Rostock kennzeichneten das vergangene Jahr. Neue Regionalveranstaltungen in allen Regionen sind geplant.

Die erste Veranstaltung in Karlsruhe ?ber die Zukunft von PPP Modellen hat bereits stattgefunden. In Stuttgart wird am 21. und 22. M?rz 2013 der dritte Wissenschaftskongress durchgef?hrt. Auf der TerraTec war die DGAW mit Standpr?senz und Veranstaltungen vertreten. Gleiches erfolgt am 19. und 20. Februar 2013 auf der ?Waste to energy + recycling? in Bremen. H?hepunkt im ersten Halbjahr ist die Mitgliederversammlung am 14. Juni 2013 in Berlin mit Vorstandswahl und den Festrednern Karl Wagner (Club of Rome) und Dr. Michael Angrick (Umweltbundesamt).

?u?erst kritisch bewertet der Pr?sident die Entwicklung der Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Mit dem KrWG gelang kein gro?er Wurf. Die Chance zum Einstieg in ein Stoffrecht und zur nachhaltigen St?rkung des Recycling wurde nicht genutzt.

Die publizierten 60% und mehr an Recyclingrate aus Siedlungsabfall verzerren die Tatsache, dass dies lediglich die zum Recycling bereit gestellte Menge ist, wovon nicht einmal die H?lfte tats?chlich als Sekund?rrohstoffe in die Produktion flie?t. Der Focus auf Massenabf?lle, wie Biom?ll, Altpapier oder Altglas, verstellt den Blick auf das im niedrigen einstelligen Prozentbereich verharrende Recycling von strategisch wichtigen Nichteisenmetallen oder seltenen Erden.

Eine stoffbezogene Recyclingquote k?nnte gerade dem Recycling dieser Stoffe einen Schub erteilen. Die ?berkapazit?ten in den Verbrennungsanlagen f?hren zu nicht kostendeckenden Annahmepreisen - oft im niedrigen zweistelligen Eurobereich pro Tonne, was zur Folge hat, dass Sortieranlagen schlie?en, da sich das Recycling nicht mehr lohnt. Der Aufbau weiterer Verbrennungskapazit?ten in Europa mit verlorenen Zusch?ssen aus Europa wird kritisch bewertet.

An einer Akzeptanzerh?hung bei der Bev?lkerung, der Verwaltung und der Politik f?r Abfallimporte ist nach Ansicht des Pr?sidenten zu arbeiten. Auch an Finanzierungsmodellen zur Anlagenschlie?ung ist zu denken. Recycling ist kein positiver Wert an sich. Das Recycling muss umweltvertr?glich sein und Sekund?rrohstoffe generieren, damit tats?chlich die begrenzt vorhandenen Ressourcen geschont werden. Die DGAW tritt f?r Effizienzkriterien und hohe Umweltstandards auch bei Recyclingverfahren ein, wie wir sie bei der Verbrennung in Europa bereits haben. Eine Verg?rung mit hohem Methanschlupf und lediglich Verstromung des Biogases kann nicht als nachhaltig bewertet werden. Optimierte Verfahren sind aber 2012 in Betrieb gegangen und werden 2013 ans Netz gehen.

Die DGAW wird weiterhin den Dialog mit interessenungebundenen Verb?nden und Vereinen der Branche suchen und die Zusammenarbeit verst?rken, um gemeinsam die deutsche und europ?ische Politik im Sinne einer nachhaltigen Abfall- und Kreislaufwirtschaft zu beeinflussen.

erschienen am: 2013-02-11 im europaticker

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