europaticker:
Fünf-Stufen-Plan zu einer den jeweiligen regionalen Bedürfnissen und Voraussetzungen
angepassten Entwicklung der Abfallwirtschaft vorgestellt
RETech-Mitglieder als Partner Kroatiens bei der Etablierung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft

„Der Erfolg der erstmals gemeinsam mit Vertretern von Regierung und Wirtschaft in einem Zielland durchgeführten RETech-Fachkonferenz in Kroatien hat gezeigt, dass wir mit dem deutschen Netzwerk der Recycling- und Entsorgungsbranche RETech genau den richtigen Weg eingeschritten sind.“ fasst Dr. Armin Vogel, Vorstandsvorsitzender von RETech seine Eindrücke aus Zagreb zusammen.“ RETech bietet den verantwortlichen Vertretern im In- und Ausland eine verlässliche Plattform, um die Fortentwicklung der Abfallwirtschaft in Europa und weltweit durch deutsches Know-how und die Einbindung der deutschen Wirtschaft zu unterstützen“.

Am 05. September 2013 fand die RETech Fachkonferenz „Sustainable Waste Management“ in Zagreb, Kroatien mit rund 180 geladenen Gästen aus Regierungen und Gemeinden sowie staatlichen und privaten Unternehmen aus Deutschland und Kroatien statt. Ziel der Konferenz war es, gemeinsam die erforderlichen Schritte zur Weiterentwicklung der kroatischen Abfallwirtschaft und die mögliche Unterstützung und Einbindung der deutschen Entsorgungs- und Recyclingbranche zu diskutieren. Der deutsche Botschafter in Zagreb, Hans Peter Annen und die Staatssekretäre der kroatischen Ministerien für Umwelt, Mario Obradlj, und für Regionale Entwicklung, Helga Bubanovic Devcic, begrüßten das Engagement und die Initiative von RETech, die durch Dr. Armin Vogel als Vorstandsvorsitzender präsentiert wurde. Dr. Andreas Jaron, Vertreter des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) begrüßte die Teilnehmer und signalisierte die Bereitschaft des BMU, Kroatien bei den anstehenden Herausforderungen und Zielsetzungen fachlich zu unterstützen.

Kroatien ist seit dem 01. Juli 2013 Mitglied der Europäischen Union und damit ein wichtiger Partner für die EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere aber für Deutschland. Auch Kroatien, dessen wirtschaftliche Entwicklung in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat, wurde von den Folgen der Weltfinanzkrise nicht unberührt gelassen. Nach einer aktuellen Umfrage der AHK Kroatien verzeichnet dieser jüngste EU-Mitgliedsstaat in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2008 wieder eine positive Entwicklung der eigenen Wirtschaft. Insgesamt werden der Umfrage nach auch die Gesamtaussichten als positiv eingestuft. Die Zeit ist günstig, um weitreichende und perspektivische Projekte in Angriff zu nehmen. Hierzu gehören auch die erforderlichen Anstrengungen zur Anpassung der kroatischen Abfallwirtschaft an die Vorgaben der EU. Bis Mitte des Jahres 2014 steht die Verabschiedung übergreifender Abfallwirtschaftskonzepte im Mittelpunkt, dem die Konsolidierung und Auswertung der Resultate aus durchgeführten Studien und Maßnahmen vorausgeht. Als weiterer Schritt müssen die Ergebnisse in nachhaltige Projekte überführt werden, so dass die gesetzten Ziele bis 2018 realisierbar werden. Hierzu gehören beispielsweise Schließungs- bzw. Sanierungskonzepte für die restlichen rund 188 Deponien sowie Konzepte und Pläne für die rund 15 Abfallwirtschaftszentren. Bei der Umsetzung wollen die kroatischen Verantwortlichen zuverlässige Partner gewinnen und langjährige Partnerschaften aufbauen. Dies ist für die deutschen Recycling- und Entsorgungsbranche eine große Chance, ihr Wissen einzubringen und deutsche Technologie zur Anwendung zu bringen.

Die Vertreter der kroatischen Ministerien betonten im Rahmen der Konferenz die Bedeutsamkeit der Recycling- und Abfallwirtschaft sowohl für ihre Tourismus- als auch für die regionale Entwicklungsstrategie, den Umwelt- und Ressourcenschutz. Sie wiesen auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit einer modernen Abfallwirtschaft hin und betonten seine aktive Bereitschaft für eine ökonomische, ökologische und nachhaltige Lösung. Auf der Konferenz wurden hierzu die bereits auf den Weg gebrachten Projekte und damit erfolgreiche Beispiele aus Kroatien vorgestellt, die belegen, dass ein ökologischer und nachhaltiger Umgang im Umweltschutz unbedingt gewollt und aktiv seitens aller Beteiligten und Verantwortlichen verfolgt wird. Zu diesen Beispielen zählen die Insel Krk sowie die Stadt Cakovec, die ungeachtet ihrer bemerkenswerten Erfolge weiter an der Verbesserung und Erweiterung ihrer Aktivitäten arbeiten.

Der von den RETech-Vertretern Michael Ludden vorgestellte Fünf-Stufen-Plan zu einer den jeweiligen regionalen Bedürfnissen und Voraussetzungen angepassten Entwicklung der Abfallwirtschaft und Stefan Keck zu europakonformen Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten sowie das von Renate Lemke vorgestellte Praxisbeispiel der Berliner Stadtreinigung BSR stieß bei allen Teilnehmern auf eine positive Resonanz und regte zu Diskussionen und intensivem Austausch während und im Anschluss an die Konferenz an. Als ein wichtiges Ergebnis der Konferenz wurden bilaterale Gespräche und eine Zusammenarbeit zwischen kroatischen und deutschen Teilnehmern sowie mit RETech konkretisiert.

German RETech Partnership e.V. - das Netzwerk deutscher Unternehmen und Institutionen der Entsorgungs- und Recyclingbranche für den Export von innovativen Technologien und für den Know-how Transfer. RETech vereint Unternehmen und Institutionen aus dem gesamten Bereich der Entsorgungs- und Recyclingbranche unter einem Dach und ist zentraler Ansprechpartner für Entscheidungsträger aus dem Ausland.

erschienen am: 2013-09-13 im europaticker

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