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Abfallkonzept 2016: Sperrmüll, Problemabfälle, Grünschnitt und Elektroschrott sind Sonderleistungen
Kreis Mayen Koblenz: Mehr Service und wohnortnahe Entsorgung

Sperrmüll, Grünschnitt, Problemabfälle, Bauschutt und Elektroschrott: Sie gehören zu den sogenannten Sonderdienstleistungen. Der Service soll im Abfallkonzept 2016 ausgebaut und die Wege kürzer werden. Grundlage für die künftigen Serviceangebote waren die Ergebnisse der Umfragebögen, die im vergangenen Jahr an 8400 Haushalte im Kreis verschickt worden sind.

Sperrmüll: Hierzu zählen Einrichtungsgegenstände, die selbst zerkleinert wegen ihrer Sperrigkeit oder ihres Gewichts nicht in die Tonne passen. „Das sind Möbel, Teppiche, Lampen oder andere Gegenstände, die sich im Laufe der Zeit häufig ansammeln“, erklärt Carsten König, Leiter der Abfallwirtschaft im Kreishaus. Wie gewohnt wird nach Terminabsprache abgefahren. Wer die etwa drei Wochen nicht abwarten möchte, kann auf der Deponie in Ochtendung auch selbst anliefern. Diskutiert wird derzeit eine Erweiterung der Müllmengen und -sorten. Fest vorgesehen sind dagegen Expressabholungen und Hilfe beim Herausschaffen aus Haus, Garage, Speicher oder Keller.  Beides gegen Gebühr.

Baum- und Strauchschnitt, Hecken- und Rasenschnitt, Pflanzenreste oder Laub gehören zum Grünschnitt. „Es bestehen mehrere Optionen, dieses Material zu nutzen. Durch die Verarbeitung zu Kompost und als Naturdünger werden die Stoffe wieder dem Naturkreislauf zugeführt. Holzige  Materialien werden bei der Energieerzeugung verwertet. Daraus kann Strom mit einer günstigen CO2-Bilanz erzeugt werden“, so König. Neben der Sammlung nach dem Jahreswechsel, bei der auch Weihnachtsbäume entsorgt werden können, wird die Möglichkeit der Eigenanlieferung deutlich ausgebaut: Es wird wohnortnahe Grünschnittsammelplätze geben, die dezentral in einem dichten Netz über den gesamten Landkreis zur Verfügung stehen. „Zum Teil werden wir Premiumplätze mit Personal haben, zum Teil sind es einfach Sammelplätze, die regelmäßig bewirtschaftet werden. Abgeschafft wird die Mengenbegrenzung: „Die Bürger können zu den Öffnungszeiten die Plätze nach Bedarf nutzen.“

Doch nicht für alle Abfälle im Haushalt gibt es eine Verwertungsmöglichkeit. Zu den Problemabfällen zählen Schadstoffe wie Farben und Lacke, nicht ausgehärtete Dispersionsfarben, Pflanzenschutzmittel, Spraydosen, Säuren und Laugen, Batterien und Lösungsmittel. Sie müssen gesondert entsorgt werden: „Im Restabfall, der Toilette oder dem Waschbecken können derartige Abfälle verheerende Schäden anrichten“, weiß Dagmar Wißner, Umweltberaterin im Kreishaus. Der übliche Weg zur sicheren Entsorgung war einst nur die Tour des Umweltmobils, seit Januar gibt es an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat auch die Möglichkeit, auf der Deponie Ochtendung am Umweltmobil diese Stoffe abzugeben. Künftig wird es mindestens einen Wertstoffhof als feste Annahmestelle geben, ergänzt durch ein Angebot mit dem Umweltmobil.

Kein Sperrmüll, kein Problemabfall, aber schwierig zu entsorgen. Bauschutt ist unbelastetes mineralisches Material wie Mauerwerk, Steine, Mörtel, Sanitärkeramik, Fliesen, Ziegel oder Naturschiefer. „Der angelieferte Bauschutt muss frei sein von Kunststoffen, Metallen, Holz, Asbest, Gipskartonplatten, Dämmwolle oder Porenbeton“, erklärt Dagmar Wißner. Sortenreiner Bauschutt kann wie bisher (bis zu einem Kubikmeter pro Monat) wie gewohnt an den bekannten Containerstandplätzen abgegeben werden.

Wenig ändern wird sich bei Elektro- und Elektronikgeräten: Jeder Bürger und Gewerbetreibende kann (in haushaltsüblichen Stückzahlen und Geräteabmessungen) seine alten und defekten, haushaltsüblichen Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos abgeben. Diese Geräte sind von der Sperrmüllabfuhr ausgeschlossen. Vom Bügeleisen bis zur Waschmaschine, über Fernseher und Computer bis zur Bohrmaschine hin zum Rasenmäher gilt: Es wird eine Annahmestruktur vorgehalten, die für alle Bürger eine gute Erreichbarkeit bietet. „Die konkrete Struktur steht selbstverständlich in enger Verbindung mit der Wertstoffhofanzahl, dem möglichen Angebot über die Annahme ´Kleingeräte´ am Umweltmobil und schon vorhandene Annahmestellen“, so Carsten König.

erschienen am: 2013-10-09 im europaticker

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