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Das ist das Ergebnis einer Studie der Prognos AG im Auftrag der Der Grüne Punkt
Prognos AG: Erfassung und Verwertung von Wertstoffen sollte privatwirtschaftlich organisiert werden

Die Weiterentwicklung der Erfassung und Verwertung von Wertstoffen sollte vom dualen System organisiert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Prognos AG im Auftrag der Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH, deren Zwischenstand heute in Berlin vorgestellt und von Experten diskutiert wurde.

Deutschland ist Recyclingweltmeister. Gerade bei der Verwertung von Verpackungsabfällen sind die Quoten so hoch wie nirgendwo sonst auf der Welt. Die Basis dafür wurde vor mehr als 20 Jahren gelegt: Das Prinzip der Produzentenverantwortung verpflichtet Hersteller und Vertreiber zur Rücknahme von Materialien, mit denen ihre verkauften Produkte verpackt sind. Für Kunststoffverpackungen wird diese Rücknahme generell über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne organisiert.

Mehrere Kommunen haben dieses bewährte, haushaltsnahe Erfassungssystem mittlerweile zu einer Wertstofftonne ausgeweitet. Neben Verpackungsabfällen werden darin insbesondere weitere Kunststoffe und Metalle gesammelt und einer Verwertung zugeführt. Bis Ende 2013 werden etwa 15 Millionen Bundesbürger eine Wertstofftonne nutzen können.

Vor diesem Hintergrund hat die Prognos AG verschiedene Formen zur Ausweitung der Wertstofferfassung in Deutschland auf ihre ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Leistungsfähigkeit untersucht. Das Ergebnis: „Eine Ausgestaltung in privater Trägerschaft erzielt in nahezu allen untersuchten Leitindikatoren bessere Werte als kommunale Modelle“, so Prognos-Projektleiter Holger Alwast. „Hochwertiges Recycling zu niedrigen Kosten ist nur privatwirtschaftlich und im Wettbewerb machbar. Das hat die Studie der Prognos AG klar gezeigt. Darauf wollen wir künftig aufbauen“, so Stefan Schreiter, Geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Duales System Holding.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Um geschlossene Kreisläufe erreichen zu können, braucht es eine starke Verknüpfung aller Wertschöpfungsstufen – von der Gestaltung der Produkte über die Erfassung und Sortierung der Wertstoffe bis zur Aufbereitung als Sekundärrohstoffe und deren Rückführung in den Produktionskreislauf. Das Prinzip der Produzentenverantwortung entfaltet hier bereits wichtige Rückkoppelungseffekte bei den Verpackungswertstoffen. Die denkbare Ausdehnung des Prinzips auf weitere Bereiche sollte den Verbraucher in den Mittelpunkt stellen und die Stärken möglichst vieler Akteure, vor allem im Bereich der Erfassung der Wertstoffe, berücksichtigen, so die Empfehlung des Gutachters.

„Die dualen Systeme nehmen als Dienstleister der inverkehrbringenden Wirtschaft und Auftraggeber an kommunale und private Entsorgungsunternehmen eine wichtige Schnittstellenfunktion ein. Mit der heutigen Veranstaltung wollen wir einen Beitrag dazu leisten, den Dialog zwischen allen am System Beteiligten zu stärken“, so Stefan Schreiter.

Dieser Einladung folgten Dr. Thomas Rummler, Bundesumweltministerium, Udo Kesten, Landeumweltministerium Thüringen, Dr. Ralf Bleicher, Landkreistag und Christian Köhler, Markenverband. Im Rahmen einer Paneldiskussion stellten sich die Experten den Fragen von Moderator Dr. Carsten Kreklau und eines interessierten Publikums. Die wertvollen Impulse der angeregten Diskussion werden in Teilen Eingang in die finale Studiendokumentation finden. Bereits im Sommer dieses Jahres waren erste Ergebnisse der Studie mit ausgewählten Akteuren vertraulich diskutiert worden.

Über DSD:

Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat seit 1990 das weltweit erste duale System zur endverbrauchernahen und hochwertigen Verwertung von Verkaufsverpackungen aufgebaut und organisiert. DSD ist heute mit rund 220 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland ein führender Anbieter von Rücknahmesystemen. Dazu zählen neben dem dualen System das umweltfreundliche und wirtschaftliche Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten sowie Transport- und Gewerbeverpackungen, die Standortentsorgung und das Pfandclearing. DSD ist Gründungsmitglied der europäischen Grüner-Punkt-Dachorganisation PRO EUROPE und ein Unternehmen der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG.

Weitere Informationen im Internet unter www.gruener-punkt.de

erschienen am: 2013-10-08 im europaticker

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