europaticker:![]() | Die Papierindustrie benötigt Energie zum Betrieb ihrer Maschinen und zur Trocknung der PapierbahnPapierindustrie - Höhere Energiesteuern gefährden Wiederaufschwung |
Die Wirtschaft habe als Gegenleistung für Sonderregelungen bei der Ökosteuer im Rahmen ihrer Klimaschutzvereinbarung erheblich in ihre Energieeffizienz investiert. "Solche Vereinbarungen müssen von beiden Seiten eingehalten werden. Pacta sunt servanda", sagte Windhagen. Die noch mit der rot-Grünen Bundesregierung vereinbarten Sonderreglungen seien keine Steuergeschenke gewesen, sondern dienten dazu, die internationale Wettbewerbsfähigkeit gerade der energieintensiven Branchen zu sichern. Bei der Ökosteuer handelt es sich um eine rein nationale Belastung, die direkt zu einer Verzerrung des europäischen und internationalen Wettbewerbs führt. In diesem Wettbewerb spielen Energiepreise eine Schlüsselrolle.
Für jede industrielle Produktion wird Energie benötigt. Auch die Papierindustrie benötigt Energie zum Betrieb ihrer Maschinen und zur Trocknung der Papierbahn. Rund die Hälfte der benötigten Energie in der europäischen Papierindustrie stammt jedoch bereits heute aus erneuerbaren Energiequellen.
Für die Herstellung von 200 kg Papier, das ist ungefähr der durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in den Ländern der Europäischen Union, wird in Deutschland etwa 560 kWh Energie benötigt.
Ist das viel?
Zum Vergleich: 560 kWh entsprechen:
Die Papierindustrie arbeitet aus ökonomischen und ökologischen Gründen ständig an der Optimierung ihrer Prozesse. Der spezifische Energieverbrauch pro Tonne Papier konnte durch entschiedene Maßnahmen der Industrie allein seit 1990 um 27 Prozent reduziert werden (Quelle: VDP-Monitoring der Klimaschutzvereinbarung der deutschen Industrie).
Übrigens: Der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren in Deutschland lag 2008 bei 10,1 (Papierindustrie 21) Terrawattstunden. Um diesen Strom zu erzeugen benötigt man vier mittelgroße Kohlekraftwerke! Quellen: ARD/VDP
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