Zum Tag des Wassers, der in diesem Jahr unter dem Motto Wasser und Kultur steht, starten das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) den Naturathlon 2006. Mit diesem Projekt will die Bundesregierung für ihre neue Flusspolitik werben. Der Naturathlon wird Deutschlands grösstes Natursportereignis und als Wettbewerb der vier grossen Flussgebiete stattfinden. „Naturathlon will die Menschen motivieren, die Flüsse als Erlebnis- und Freizeiträume neu zu entdecken und zeigen, dass dies naturverträglich geht“, sagte Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, zum Start. Gesucht werden Teams von mindestens 17 Personen. Körperliche und geistige Fitness sind dabei gleichermassen notwendig, um die Drachenbootdisziplin, den Achtelmarathon und die Wissensetappe zu bewältigen. Schirmherr des Naturathlon 2006 ist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
Bei der neuen Flusspolitik der Bundesregierung geht es im Gewässerschutz nicht nur um die Reinhaltung des Wassers, sondern um den ökologischen Schutz des ganzen Gewässers. „Dies ist eine politische Neuausrichtung mit Blick auf die Gesamtheit des Ökosystems. Wasser ist Lebensraum für Mensch und Natur“, so Astrid Klug. Im Vordergrund steht eine vorsorgende Wasserpolitik, die Deutschland im Rahmen der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie umsetzt und dabei die Interessen zwischen Natur und Nutzungen sorgfältig ausgleicht.
„Unsere Flüsse sind uns wichtig und mit dem Naturathlon wollen wir die Menschen gewinnen, ihren Fluss in seiner Einzigartigkeit zu entdecken und zu nutzen“, so die Staatssekretärin. An den vier Austragungsorten Bremen, Duisburg, Dessau und Ulm treten Amateurteams aus Betrieben, Verbänden und Freundeskreisen erstmals um den Titel des Naturathleten -Teams des Jahres an.
Die Naturathlon Wettbewerbe finden im Rahmen von Grossveranstaltungen statt. Am 25. Mai 2006 starten die Ausscheidungen für die Weser in Bremen im Rahmen der Breminale. Das Rheingebiet folgt am 10. Juni mit der Flussgebietsausscheidung im Rahmen der Duisburger Umwelttage. In Ulm findet der Donau-Wettbewerb am 8. Juli im Rahmen des Internationalen Donaufestes statt. Und die Elbe ermittelt am 16. Juli die Flussgebietssieger. Alle ersten und zweiten Flussgebietssieger treten am 3. September in Bonn um den Titel des Naturathletenteams des Jahres an.
Die Initiatoren erwarten ein reges Interesse an der Teilnahme. Gemeinsam mit regionalen Medien werden dabei die Teilnehmerteams ausgewählt. Der Wettbewerb spricht keine Profisportler, sondern engagierte Gruppen von mindestens 17 Personen an. Erwünscht sind gleichermassen Teams aus einem Unternehmen wie aus Vereinen oder Freundesgruppen. Die Teilnahmebedingungen und Anforderungen können von der Website www.naturathlon.de herunter geladen werden.
Rund 200.000 Menschen will der Naturathlon über die Veranstaltungen direkt erreichen. Ein Mitmach-Parcours für Besucher gibt dabei auch Familien und Festbesuchern die Möglichkeit, ihren Fluss für sich zu entdecken. Die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Sport- und Umweltschutzverbänden ist dabei ein Kernelement.
Mit einem virtuellen Naturathlon auf der Website www.naturathlon.de (Start ist der 1. April) werden auch Bürgerinnen und Bürger angesprochen, die nicht an einem der Austragungsorte wohnen. Mit monatlich wechselnden Schwerpunkten will der Naturathlon Wissenswertes aus nahen und fernen Flussgebieten vermitteln.
Der Naturathlon ist eine Initiative des Bundesamtes für Naturschutz mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums. Partner sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutsche Kanuverband, der Deutsche Sportbund, die Deutsche Umwelthilfe, die Grüne Liga - Netzwerk ökologischer Bewegungen, das Kuratorium Sport & Natur, der NABU, der Verband Deutscher Naturparke und der Verband Deutscher Sporttaucher. Zwei Hauptsponsoren des Naturathlon 2006 sind Hansewasser und WasserMaxx.
2006 begeht der staatliche Naturschutz sein 100jähriges Jubiläum. Aus der Gründung der staatlichen Stelle für Natur-Denkmalpflege 1906 in Danzig ist das heutige BfN entstanden. Der diesjährige Deutsche Naturschutz-Tag (29.5. bis 3.6.06 in Bonn) greift unter dem Motto „Von lokalem Handeln und globaler Verantwortung“ das Ereignis auf.
Umweltamt der Landeshauptstadt Düsseldorf zum Tag des Wassers: Wasser für den eigenen Garten
Broschüre Düsseldorfer Wasser ab sofort wieder erhältlich
Die Vereinten Nationen haben den 22. März eines jeden Jahres zum Weltwassertag erklärt. Motto in diesem Jahr ist: "Wasser und Kultur". Das Düsseldorfer Umweltamt möchte vor dem Hintergrund den Blick auf die Nutzung des Wassers für Gartenbrunnen lenken. Zudem ist ab sofort die Wasserbroschüre, die das Amt herausgegeben hat, in einer Neuauflage erhältlich.
Die Nutzung des Grundwassers zur Bewässerung des eigenen Gartens ist in weiten Teilen der Bevölkerung selbstverständlich. Dabei wird mitunter vergessen, dass Voraussetzung dafür ist, dass das Grundwasser überall auch sauber ist. Davon kann jedoch nicht an allen Stellen im Stadtgebiet ausgegangen werden, erklärt das Umweltamt.
Im Rahmen der mehr als 150-jährigen Industriegeschichte sind an vielen Stellen Boden- und Grundwasserverunreinigungen, teilweise über viele Jahrzehnte, entstanden. Sie verschwinden nicht von selbst, da die Selbstreinigungskräfte des Grundwassers überaus gering und die relevanten Stoffe häufig biologisch nur in ganz begrenztem Umfang abbaubar sind. Ihre Beseitigung erfordert daher in der Regel langjährige Sanierungen. Erste Erfolge sind dabei in Düsseldorf erreicht.
Wo das Grundwasser verunreinigt ist, muss die Nutzung zur Bewässerung des eigenen Gartens eingeschränkt werden. Dies erfolgt entweder durch Verfügungen oder durch Festsetzungen in Bebauungsplänen. Teilweise reicht es aus, lediglich Empfehlungen zur Nutzung selbst geförderten Grundwassers zu geben.
Ziel des Umweltamtes ist es, die Zahl der Bürger, die von solchen Einschränkungen bei der Grundwassernutzung betroffen sind, so gering wie möglich zu halten.
Um sicherzustellen, dass das Grundwasser aus dem eigenen Brunnen für die Gartenbewässerung auch geeignet ist, wird allen Bürgern empfohlen, wenn sie einen Gartenbrunnen errichten wollen, sich vorab beim Umweltamt zu erkundigen. Dadurch besteht die Möglichkeit, Betroffene gezielt über die Grundwasserqualität zu informieren. Eine solche Anfrage bietet auch die Möglichkeit, sich über bestehende Restriktionen oder im Einzelfall festgelegte Erlaubnispflichten zu informieren.
Ein Vordruck für die Anzeige des errichteten Gartenbrunnens kann unter der Rufnummer 89-21052 angefordert werden. Er wird in Kürze auch auf den Internet-Seiten des Umweltamtes online verfügbar sein. Bürger, die bereits einen Gartenbrunnen besitzen, diesen aber noch nicht angezeigt haben, werden gebeten, dies telefonisch nachzuholen.
Die 50-Seiten-Broschüre des Umweltamtes mit dem Titel Düsseldorfer Wasser, erstmals aufgelegt Ende 2002, ist ab sofort wieder erhältlich im Umweltamt, Brinckmannstraße 7, in den Zimmern 711, 712, 713.
Außerdem liegt sie im Rathaus, Marktplatz 2, im Foyer des Technischen Rathauses, Brinckmannstraße 5, bei den Stadtwerken und der Verbraucherberatungsstelle, Heinz-Schmöle-Straße 17, zur kostenlosen Mitnahme aus.
Die Broschüre kann zudem unter Telefon 49 49 49 oder per E-Mail an umweltamt@duesseldorf.de angefordert werden.
Auf der Internetseite www.duesseldorf.de/umweltamt, Stichwort "Service/Publikationen", steht das Heft zum Download zur Verfügung.
Wie sauber ist die Röder?
Staatsminister Tillich und Radeberger Schüler experimentieren zum Tag des Wassers
„Sachsens Gewässer sind in den letzten Jahren immer sauberer geworden. Noch Anfang der neunziger Jahre gehörten sie zu den schmutzigsten Flüssen Europas – heute sind sie wieder Lebensadern für zahlreiche Fischarten, Kleintiere und Insekten“, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich. „Damit das auch weiterhin so bleibt, ist es wichtig, gerade junge Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.“
Der Minister wird am Tag des Wassers (Mittwoch 22. März) gemeinsam mit Schülern des Radeberger Humboldt-Gymnasiums die Große Röder unter die Lupe nehmen. Fließgeschwindigkeit, Sichttiefe, Geruch und Färbung – all das sind Indikatoren für die Güte eines Gewässers. Staatsminister Tillich und die Gymnasiasten werden ihre Wasserproben außerdem unter anderem auf Nirat- und Sauerstoffgehalt untersuchen sowie den pH-Wert und die Wasserhärte bestimmen. Um Aufschluss über die biologische Gewässergüte zu gewinnen, werden sie sich Organismen, die in der Röder leben, genauer anschauen. Tiere wie Kleinkrebse, Schnecken oder Muscheln geben Hinweise auf die Gewässergüte. Leben beispielsweise Bachflohkrebse in einem Fluß, hat er mindestens die Güteklasse II. Aber auch bestimmte Fischarten – wie die Bachforelle – sind Bioindikatoren für sauberes Wasser. Sie reagieren sehr sensibel, wenn sich die Wasserqualität verschlechtert oder Fließgewässer reguliert und verbaut werden.
Im Anschluß wird Staatsminister Tillich mit den Schülern über ihre Untersuchungsergebnisse sowie Themen rund ums Wasser diskutieren. Betreut werden die Experimente vom Umweltmobil „Planaria“ der Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU).
"Kärnten wasser.reich":
Kostenlose Aquarino-Märchenbücher für Kärntens Schulen
Bewusstsein für wertvolle Ressource Wasser bereits in Volksschule stärken – Wasser als strategisches Kernthema für Kärnten
Anlässlich des Internationalen Weltwassertages stellte heute, Dienstag, Bildungsreferent LHStv. Martin Strutz den heurigen Regionalschwerpunkt "Erlebnisreise WasserKraft - Lieser-/Maltatal" der Initiative "Kärnten wasser.reich" sowie das druckfrische Aquarino-Märchenbuch in den Mittelpunkt seiner Pressekonferenz. Das Märchenbuch „Eine abenteuerliche Reise. Wie Aquarino nach Kärnten kam“ wird in den heimischen Volksschulen gratis verteilt. Die "Erlebnisreise WasserKraft" startet am 20. Mai.
Übergeordnetes Ziel des Projektes "Kärnten wasser.reich" sei es, Wasser als das wichtigste Element des Lebens, als das strategische Kernthema für Kärnten zu definieren und zu positionieren, erklärte Strutz. Das Bewusstsein der Bevölkerung hinsichtlich der Bedeutung des Wassers müsse geschärft werden. Das Aquarino-Märchenbuch werde im Bildungsbereich über diese wertvolle Ressource kindgerecht aufklären. Nach den positiven Rückmeldungen auf das Comic „Eine Erlebnisreise mit Professor H20 - auf den Spuren des Wassers in Kärnten“ wurde nun ein weiteres Medium produziert, mit dessen Hilfe ein alternativ erfrischendes Image und ein hoher Grad an Identifikation erreicht werden könnten.
Das Aquarino-Märchenbuch richtet sich an die Zielgruppe der fünf- bis achtjährigen Kinder. „Jede Kärntner Volksschule erhält je zwei Exemplare pro Klasse und ein Exemplar für die Schulbibliothek“, sagte Strutz. Das sind insgesamt 3.020 Märchenbücher. Die Verteilaktion wird von der Schulabteilung durchgeführt. Aber auch andere schulische Aktivitäten hätten den Bekanntheitsgrad und die Bewusstseinsbildung im Sinne unseres Wassers verstärkt.
Das Thema Wasser habe in Kärnten einen enormen Stellenwert. Mit dem Erlebnis „Kärnten wasser.reich“ erlange unser Bundesland eine unverwechselbare und authentische Kernkompetenz und sichere sich österreichweit die Themenführerschaft. „Kärnten wasser.reich“ vermittle den Menschen den richtigen Umgang mit Wasser, meinte Strutz auch in seiner Funktion als Naturschutzreferent. Zudem sorge die Erlebnisreise für wichtige touristische Impulse und belebe nachhaltig den ländlichen Raum. „Die kärntenweiten Initiativen führen landesweit zu einem sehr positiven Echo“, betonte Strutz. So wurden etliche Wasserprojekte entwickelt, die Kärnten tatsächlich zum „Wasserreich“ machen.
Die verschiedenen Mächte des Wassers sind heuer in einer Region, die von der malerischen, mittelalterlichen Stadt Gmünd bis hinauf in die Nationalparke Nockberge und Hohe Tauern reicht. Die Besucher begeben sich dabei im Lieser- und Maltatal auf die „Erlebnisreise WasserKraft“ die an 14 Erlebnispunkten inszeniert wird und den Besuchern jede Menge Information, Spaß und Action rund um das kostbare Nass bietet. Mit dem sensationellen Konzept zur künstlerischen Aufbereitung von Kärnten wasser.reich werde Gmünd seinem Ruf als heimische Kulturhauptstadt gerecht, so Strutz als Kulturreferent. Das Projekt sei ein großer kultureller Vorteil für die Bevölkerung, Touristen und Wirtschaft.
Gewässer als Lebensraum für Mensch und Natur
Astrid Klug zieht Bilanz deutscher Wasserpolitik
Anlässlich des Internationalen Tag des Wassers (am 22. 3.) hat Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, eine Zwischenbilanz der Wasserpolitik gezogen und gleichzeitig die diesjährige Natursportkampagne „NATURATHLON 2006“, dieses Jahr unter dem Motto „Wasser bewegt“, gestartet.
Weltweit ist das Thema Wasser eine der grossen Zukunftsfragen der Menschheit. Deshalb haben die Vereinten Nationen den 22. März schon im Jahr 1992 zum Tag des Wassers erklärt. „Auch im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit ist das Thema Wasser ein wichtiger Arbeitschwerpunkt der Bundesregierung“, betonte Astrid Klug.
In Deutschland wurden hinsichtlich der Qualität des Wassers in den vergangen Jahren grosse Fortschritte erzielt. So werden beispielsweise mittlerweile rund 85 Prozent aller Abwässer in Deutschland von dreistufigen Kläranlagen gereinigt, bevor sie in die Flüsse und Seen gelangen. Die Verbesserungen im Umgang mit Wasser betreffen alle Bereiche. Aber es geht im Gewässerschutz nicht nur um die Reinhaltung des Wassers selbst, es geht auch um den Schutz der Gewässer insgesamt. „Wir erleben derzeit eine Neuausrichtung im Gewässerschutz. Gewässer werden zunehmend als Lebensraum für Mensch und Natur angesehen“, sagte Klug.
Ausgelöst wurde dies durch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie von 2000. Statt Schäden und Probleme im Nachhinein zu verringern, soll künftig eine stärker vorsorgende Wasserpolitik betrieben werden. Denn Gewässer sind keine isolierten Gebilde: Grundwasser, Oberflächenwasser und Aün stehen in enger Wechselbeziehung und bilden wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Beispiel für eine praktische Umsetzung dieses Ansatzes ist der gemeinsam mit Umweltverbänden und den Verbänden der Wasserkraftbetreiber erstellte BMU-Leitfaden Wasserkraft, der einen naturverträglichen Ausgleich der verschiedenen Interessen anstrebt. „Vorsorgende Wasserpolitik geht davon aus, dass Flüsse eben auch einen Wirtschaftsfaktor darstellen“, betonte Klug. Flüsse dienen beispielsweise als Verkehrsweg, als menschlicher Siedlungs- und Erholungsraum sowie der Energiewirtschaft und Fischerei.
Zur Information der Bürgerinnen und Bürger über den Gewässerschutz stellt das Bundesumweltministerium zwei neue Broschüren sowie eine neue interaktive DVD bereit. Unter dem Titel „Gewässertrümpfe“ wird eine aktuelle Zwischenbilanz der deutschen Flusspolitik gezogen. Die Broschüre „Unser Wasser - Lebensmittel - Rohstoff - Kulturgut“ greift das diesjährige UN-Motto für den Tag des Wassers, nämlich „Wasser und Kultur“, auf und zeigt die unterschiedliche Verbundenheit von Personen zum Wasser, auch in ihrem beruflichen Alltag. Mit Hilfe der interaktiven DVD, die mit Unterstützung des Umweltbundesamtes produziert wurde, kann unter anderem die Beschaffenheit bestimmter Gewässerabschnitte anhand verschiedener Kriterien nachgeschaut werden.
Die Broschüren und die DVD können im Internet unter www.bmu.de herunter geladen beziehungsweise bestellt werden.